Ausflugsziele in Österreich: Natur, Stadt und alles dazwischen
Städte und Natur lassen sich hier ungewöhnlich leicht kombinieren. Aus fast jeder Landeshauptstadt ist man in einer Stunde im Grünen.
Baden, Wandern und Aussicht
Diese Höhenlage bedeutet zweierlei: eine kurze Saison von etwa Juni bis Oktober und Wassertemperaturen, die zum Baden kaum einladen.
Im Frühsommer sind die Seen am leersten. Die Wassertemperatur ist dann niedriger, der Andrang aber deutlich geringer als im August.
Märkte und Marktviertel
Viele Märkte haben angeschlossene Lokale, die zu ungewöhnlichen Zeiten geöffnet sind, teils schon am frühen Morgen.
Bargeld ist auf Märkten weiterhin die Regel. Kartenzahlung setzt sich nur langsam durch und ist bei kleinen Ständen selten.
Zwischen Schneeschmelze und erstem Frost
Der Frühsommer ist die beste Zeit für Wasserfälle, weil die Schneeschmelze die Wasserführung deutlich erhöht. Eine laufend gepflegte Übersicht zu Orte abseits der Hauptrouten hilft bei der weiteren Planung.
Im Oktober beginnt die Almsaison zu enden. Hütten schließen, Bergbahnen stellen den Betrieb ein, und Wege werden teils nicht mehr gewartet.
| Mai | Klammen, Täler, Städte | gering |
| Juli und August | Bergseen, Höhenwege | hoch |
| September | fast alles | moderat |
| November | Städte | sehr gering |
Praktische Ausrüstung
Ausreichend Wasser ist wichtiger als Verpflegung. Quellen sind nicht überall vorhanden und nicht überall trinkbar.
Eine kleine Stirnlampe wiegt fast nichts und ist genau dann nützlich, wenn eine Tour länger dauert als geplant.
Familienfreundliche Ausflüge
Klammen sind für Kinder meist beeindruckend, mit Kinderwagen aber nicht befahrbar. Eine Trage ist die praktikable Lösung.
Almhütten sind für Kinder oft der eigentliche Höhepunkt, wegen der Tiere und weil es dort etwas zu essen gibt.
Eintritte, Maut und Bahnen
Bergbahnen sind der größte Einzelposten. Eine Berg- und Talfahrt liegt je nach Gebiet im mittleren bis oberen zweistelligen Bereich pro Person.
Seezugänge sind teils kostenpflichtig, teils frei. Die öffentlichen Zugänge sind vorhanden, aber nicht immer gut ausgeschildert.
Fälle, Bäche und Wildflüsse
Die Donau bildet die größte Flussachse des Landes. Die Wachau zwischen Melk und Krems ist als Kulturlandschaft besonders bekannt. Einen breiteren Überblick zu Land und Leuten findet man unter https://znaki.fm/at-de/.
Auen entlang der großen Flüsse stehen vielfach unter Schutz und beherbergen Arten, die anderswo längst verschwunden sind.
Die kurze Zusammenfassung
Österreich bietet auf kleiner Fläche mehr Ziele, als man in einem Leben abarbeiten kann. Sinnvoller als eine lange Liste ist die Entscheidung für wenige Regionen.
Am meisten bringt die Kombination aus einem bekannten Ziel und einem stillen Platz in der Nähe. So sieht man beide Seiten einer Region.
- Wasserfälle im Frühsommer besuchen, dann ist die Wasserführung am stärksten
- Sprühnebel macht Wege dauerhaft rutschig
- Nach Starkregen können Uferwege gesperrt sein
- Flussradwege lassen sich gut in Etappen planen
Burgen, Klöster und Kulturorte
Stift Melk über der Donau ist eines der bekanntesten Barockbauwerke des Landes und liegt am Beginn der Wachau, was sich gut zu einem Tagesausflug verbinden lässt.
Mehrere Landschaften und Ortskerne stehen auf der Welterbeliste, darunter die Wachau und Teile des Salzkammerguts.
Die Wegzeit mit Kindern liegt realistisch beim Anderthalb- bis Doppelten der angegebenen Dauer. Das sollte in die Planung einfließen.
Was das Hochgebirge bietet
Die Markierung sagt etwas über die Schwierigkeit aus: Blau steht für leichte, Rot für mittlere und Schwarz für anspruchsvolle Wege.
Auf Almen gilt besondere Vorsicht bei Weidevieh. Abstand halten, Hunde anleinen und bei Bedarf ableinen, wenn Tiere direkt auf einen zukommen.
Die Einkehr auf der Hütte ist kein Pflichtprogramm, gehört für viele aber dazu und sollte im Budget eingeplant sein.
Die Landeshauptstädte im Vergleich
Museen haben in der Regel einen Schließtag pro Woche, häufig Montag. Ein Blick auf die Öffnungszeiten spart eine vergebliche Anreise.
Die interessanteren Viertel liegen meist außerhalb der touristischen Zentren. In Wien betrifft das etwa Ottakring oder die Bezirke entlang des Gürtels.
Anreise und Erreichbarkeit
Das Bahnnetz erschließt die Haupttäler gut. In Seitentälern übernehmen Postbusse, die aber deutlich seltener fahren, teils nur wenige Male am Tag.
Die letzten Verbindungen am Nachmittag fahren früher, als viele erwarten. Ein Blick auf die Rückfahrt gehört zur Tourenplanung.
Die unbekannteren Plätze
Wer eine Region mehrfach besucht, findet mit jedem Mal mehr. Das gilt besonders für die Gebiete abseits der großen Skiorte.
Manche Ziele sind bewusst nicht ausgeschildert, um sie zu schützen. Diese Entscheidung sollte man respektieren.
Der Winter verschiebt alles in die Skigebiete und in die Städte. Viele Naturziele sind dann nicht oder nur mit Ausrüstung zugänglich.
Zwischen Schnee und Stadtbesuch
Präparierte Winterwanderwege sind geräumt und auch ohne Ausrüstung begehbar. Sie sind eine Alternative für alle, die nicht Ski fahren.
Thermen sind in Ostösterreich und der Steiermark verbreitet und an Schlechtwettertagen entsprechend gut besucht.
Fragen aus der Praxis
Kann man in Bergseen baden?
Grundsätzlich ja, die Temperaturen laden aber selten dazu ein. Manche Seen sind zudem aus Schutzgründen für das Baden gesperrt.
Wann ist die beste Zeit für Bergtouren?
Von Juni bis Oktober. Der September gilt vielen als bester Monat, weil das Wetter stabil ist und der Andrang deutlich unter dem August liegt.
Wo ist es am wenigsten überlaufen?
Eine Talstufe weiter oder in Seitentälern, bei landschaftlich vergleichbarem Angebot. Der Aufwand bei der Anreise ist meist etwas höher.
Angaben zu Wegen und Erreichbarkeit geben den üblichen Stand wieder. Kurzfristige Sperren sind besonders nach Unwettern möglich.





